Photovoltaik im Mehrfamilienhaus in München: Alles was man dazu wissen muss

Erfahren Sie alles über die Installation von Photovoltaik-Anlagen in Mehrfamilienhäusern in München - von Vorteilen bis hin zu Genehmigungen.

Wie funktioniert Photovoltaik im Mehrfamilienhaus?

Durch die höhere Anzahl an Mietparteien und/oder Eigentümern der Wohneinheiten ist der Betrieb einer Solaranlage in einem Mehrfamilienhaus komplexer als in einem Einfamilienhaus. Dabei sind verschiedene Dinge zu beachten, die sowohl technische als auch organisatorische und finanzielle Aspekte betreffen und im Folgenden kurz beschrieben werden.

Technische Aspekte von Photovoltaik im Mehrfamilienhaus

Für die Installation von Photovoltaikanlagen an bzw. auf Gebäuden stehen drei Systeme zur Verfügung: Aufdach-, Indach- und Fassadenanlagen.

  1. Aufdachanlagen sind die häufigsten Photovoltaiksysteme und das aus gutem Grund: Sie benötigen keinen zusätzlichen Platzbedarf und lassen sich relativ einfach auf vorhandenen Dächern installieren und warten. Bei Bedarf können sie ohne großen Aufwand erweitert werden und stellen eine optimale Lösung für Mehrfamilienhäuser dar.
  2. Bei sogenannten Indachanlagen ist die Photovoltaikanlage direkt in das Dach integriert. Diese ästhetisch ansprechende Lösung erfordert eine spezielle Dachkonstruktion, die sich im Zuge einer Dachsanierung oder bei einem Neubau realisieren lässt, für bestehende Bauten angesichts der hohen Umbaukosten aber kaum lohnt.
  3. Fassadenanlagen sind Photovoltaikanlagen, die vertikal an der Fassade befestigt werden. Auch sie erfordern eine spezielle Konstruktion und zudem eine ausreichend große Freifläche an der Außenwand des Gebäudes, die bei Mehrfamilienhäusern eher selten zu finden ist.

Übrigens: Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kleinere Photovoltaikanlagen in den Wohnraum zu integrieren, zum Beispiel in Form von sogenannten Balkonmodulen. Diese lassen sich ohne großen Aufwand auf dem Balkon installieren, sodass der mit ihnen erzeugte Strom direkt im Haushalt genutzt werden kann. Allerdings ist die Leistung dieser Balkonanlagen begrenzt und reicht in der Regel nicht aus, um den gesamten Strombedarf eines Haushalts zu decken.

Organisatorische Aspekte von Photovoltaik im Mehrfamilienhaus

Bei der Organisation einer Photovoltaikanlage in einem Mehrfamilienhaus ist es zunächst wichtig zu unterscheiden, ob es sich bei den Wohneinheiten um Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen handelt. Bei Eigentumswohnungen sind die Kosten für jeden Eigentümer geringer, ebenso das Risiko der Investition. Allerdings müssen sich alle Eigentümer über die Organisation (z. B. welches Betriebsmodell realisiert werden soll) und die einzelnen Schritte der Planung, Installation und Inbetriebnahme einigen. Letzteres entfällt, wenn das Mehrfamilienhaus nur einem Eigentümer gehört, der die Wohneinheiten an verschiedene Parteien vermietet. Dafür liegt aber auch die Verantwortung nur bei ihm, ebenso wie das (finanzielle) Risiko.

Bei einer Solaranlage im Mehrfamilienhaus sind verschiedene Betriebsmodelle möglich:

  • Allgemeinstrom-Versorgung: Der mit der PV-Anlage im Mehrfamilienhaus erzeugte Strom wird nur für Gemeinschaftsräume wie Treppenhaus, Aufzug oder Garagentor genutzt. Dadurch lassen sich die Nebenkosten reduzieren. Nicht benötigter Strom kann darüber hinaus in das öffentliche Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet werden (Einspeisevergütung).
  • Stromlieferung in alle Wohnungen: Alle interessierten Mieter können den mit der PV-Anlage im Mehrfamilienhaus erzeugten Strom direkt in ihren Wohnungen nutzen (Mieterstrom), ohne dass dieser zuerst in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Die Nutzung des Mieterstroms ist freiwillig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann Mieterstrom staatlich gefördert werden.
  • Einzelanlagen: Einzelne Wohneinheiten im Haus betreiben ihre jeweils eigene PV-Anlage. Hierbei kann es sich um kleinere Einzelanlagen auf dem Dach oder Balkon-Solaranlagen handeln.
  • Volleinspeisung: Der mit der Solaranlage im Mehrfamilienhaus erzeugte Strom wird komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die hierfür abgerechnete Einspeisevergütung kann als Rendite dienen und/oder für die Senkung der Nebenkosten der Mieter eingesetzt werden.

Finanzielle Aspekte von Photovoltaik im Mehrfamilienhaus

Die Kosten für die einzelnen Komponenten und die Montage der Solaranlage in einem Mehrfamilienhaus unterscheiden sich von einem Einfamilienhaus kaum, entscheidend ist hier in erster Linie die Größe der Anlage. Aufgrund der höheren Anzahl an Verbrauchern kann jedoch - je nach Betriebsmodell - die Montage einzelner Einspeisezähler oder Wechselrichter erforderlich sein. Diese kann die Gesamtkosten erhöhen. Wichtig ist, dass jede Mietpartei einen separaten Stromkreis hat. Als grobe Orientierung: Eine PV-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus mit 10 Parteien kostet (inklusive Montage) etwa 50.000 Euro.

Auch eine Solaranlage auf einem Mehrfamilienhaus ist förderfähig. Entsprechende Förderanträge können von allen Eigentümern der Photovoltaik auf dem Mehrfamilienhaus bei der Stadt München gestellt werden. Dazu gehören nicht nur Privatpersonen, sondern auch Wohnungseigentümergemeinschaften. Welche Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen und was Sie sonst noch beachten müssen, ist dem Münchner Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) zu entnehmen.

Was muss man bei der Umsetzung beachten?

Ähnlich wie bei der Planung und Installation einer PV-Anlage in einem Einfamilienhaus sind auch bei einem Mehrfamilienhaus verschiedene Schritte zu beachten und - im Falle mehrerer Eigentümer - abzustimmen. Dies beginnt bei der Einholung der Genehmigungen (falls erforderlich) und reicht über die Auswahl der Fachbetriebe, die mit der Installation betraut werden, bis hin zur Finanzierung der Anlage. Bei all dem müssen selbstverständlich die städtischen Richtlinien eingehalten werden.

Bei der Umsetzung von Photovoltaik-Projekten in Mehrfamilienhäusern ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Mietern und Vermietern von großer Bedeutung. Mieter haben immer eine freie Stromanbieterwahl und sind nicht dazu gezwungen, das Angebot des Vermieters anzunehmen. Eine eigene Photovoltaikanlage bringt jedoch einige Vorteile mit sich, von denen auch die Mieter profitieren können.

Lesen Sie auch unseren Beitrag: Welche PV-Module eignen sich für ein Mehrfamilienhaus?

Abrechnung Photovoltaik im Mehrfamilienhaus

Die Investitionskosten für eine gemeinschaftlich genutzte PV-Anlage können bei Bestandsimmobilien auf die Miete umgelegt werden, gleiches gilt für die laufenden Kosten für Wartung und Versicherung.

Die Abrechnung von Photovoltaik im Mehrfamilienhaus hängt davon ab, welches Betriebsmodell genutzt wird. Am einfachsten ist hier das Modell der Allgemeinstromversorgung, bei dem nur die gemeinschaftlich genutzten Bereiche mit dem Solarstrom versorgt werden, wodurch die Nebenkosten der Mieter sinken. Komplizierter wird es bei dem Mieterstrom-Modell, bei dem die Menge des in das Hausnetz eingespeisten Stroms mit dem jeweils genutzten Stroms verrechnet werden muss. Neben dem Eigenverbrauch kommt es hierbei auch auf die Art der eingesetzten Zählermodelle an.

Photovoltaik im Mehrfamilienhaus: Zähler und Eigenverbrauch

Bei einer PV-Anlage in einem Mehrfamilienhaus ist der Zähler etwas komplizierter als in einem Einfamilienhaus. Denn außer den Stromzählern für jede Mietpartei müssen noch weitere Zähler installiert werden:

  • Erzeugungszähler: misst den von der PV-Anlage erzeugten Strom
  • Summenzähler (Zweirichtungszähler): ermittelt die Menge des genutzten und des in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Stroms

Der Anteil an Eigenverbrauch (sofern vorgesehen) ist in Mehrfamilienhäusern höher als in Einfamilienhäusern. Denn da es mehrere Mietparteien gibt, verteilen sich die Verbrauchszeiten über den Tag hinweg gleichmäßiger. Eine höhere Eigenverbrauchsquote schlägt sich in geringeren Stromkosten nieder, da nur wenig (teurerer) Strom aus dem öffentlichen Stromnetz benötigt wird.

Was sind also die Vor- und Nachteile von Photovoltaik im Mehrfamilienhaus?

Eine Photovoltaikanlage im Mehrfamilienhaus bringt einige Vorteile mit sich: Die Eigentümer bzw. Vermieter und Mieter teilen sich die Investitionskosten, die damit pro Haushalt kleiner ausfallen, profitieren aber gemeinsam von dem selbst erzeugten Strom. Da mehrere Parteien den produzierten Strom nutzen, gibt es kaum Überkapazitäten. Eine staatliche Förderung von Mieterstrom ist aber auch möglich. Zudem leistet eine Photovoltaikanlage auf einem Mehrfamilienhaus nicht nur einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, sondern wertet auch die Immobilie selbst auf.

Allerdings ist bei der Installation einer PV-Anlage im Mehrfamilienhaus der bürokratische Aufwand höher als in einem Einfamilienhaus. Und wenn es mehrere Eigentümer gibt, kann sich die Absprache / Einigung über die Realisierung eines bestimmten Betriebsmodells als schwierig herausstellen und einige Zeit und Mühe in Anspruch nehmen.

Fazit: Ist Photovoltaik im Mehrfamilienhaus sinnvoll bzw. wann?

Ja, auch in Mehrfamilienhäusern lohnt sich in der Regel der Einsatz einer Photovoltaikanlage, sofern die allgemeinen Voraussetzungen für eine rentable PV-Anlage erfüllt sind. Die Mieter können von niedrigeren Stromkosten profitieren und gleichzeitig zum Ausbau der erneuerbaren Energien und damit auch zum Klimaschutz beitragen. Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf von der Planung bis zur Abrechnung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Parteien und dem Vermieter.

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