50er-Jahre-Haus: Vorher-Nachher – Münchner Altbau wird zum modernen Wohntraum

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Münchner 50er-Jahre-Siedlungshäuser bieten oft großzügige Grundstücke, aber ihre Bausubstanz leidet unter mangelnder Dämmung, veralteten Leitungen und beengten Grundrissen – eine professionelle Sanierung verwandelt sie in energieeffiziente Traumhäuser für die ganze Familie.
  • Vorher-Nachher-Vergleiche zeigen das enorme Potenzial: Aus dunklen, verschachtelten Räumen mit Ölheizung und Einfachverglasung entstehen offene Wohn-Essbereiche mit Gartenzugang, modernen Bädern und Wärmepumpentechnik.
  • Die Kernsanierung eines 50er-Jahre-Hauses in München erfordert Experten, die sowohl die typischen Bauschäden als auch die lokalen Vorschriften kennen – von der Statik tragender Ziegelwände bis zu Erhaltungssatzungen im Stadtbild.
  • Die Hans Schramm GmbH als Münchner Meisterbetrieb koordiniert alle Gewerke aus einer Hand: Badsanierung, Heizungsmodernisierung, Elektroinstallation und Sanitär – das spart Zeit, Kosten und Nerven.
  • Energetische Sanierungen mit Dämmung und neuer Heizung erreichen Einsparungen von bis zu 70–80 % bei den Heizkosten und machen den Altbau zukunftsfähig für steigende Energiepreise und gesetzliche Anforderungen.

Ein konkretes Beispiel aus München-Harlaching zeigt, was möglich ist: Ein Siedlungshaus aus dem Baujahr 1956 – einst mit Kohleofen, später mit einer in die Jahre gekommenen Ölheizung – wurde von der Hans Schramm GmbH umfassend saniert. Die junge Familie mit zwei Töchtern stand vor der typischen Herausforderung: Ein wertvolles Grundstück in begehrter Lage, aber ein Gebäude mit kleinen Zimmern, feuchten Kellerwänden und einem Heizölverbrauch, der bei jedem Tankvorgang schmerzte.

Statt Abriss und Neubau entschied sich die Familie für eine durchdachte Kernsanierung mit Anbau. Das Ergebnis im Vorher-nachher-Vergleich ist beeindruckend: Aus dem dunklen Nachkriegsbau wurde ein lichtdurchflutetes Familienhaus mit offener Wohnküche, bodentiefen Fenstern zum Garten und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die den alten Ölkessel ersetzt. Die Wohnfläche wuchs von 110 auf 130m² – und der Energieverbrauch sank um mehr als 70 %.

Die Außenansicht eines renovierten 50er-Jahre-Einfamilienhauses zeigt eine moderne Fassade mit großen Fenstern und einem gepflegten Garten, der zum Familienleben einlädt. Das Haus strahlt durch die gelungene Sanierung und den Anbau einen zeitgemäßen Wohntraum aus, der die Herausforderungen der Kernsanierung meisterhaft gemeistert hat.

Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie ein typisches 50er-Jahre-Haus in München von der Problemimmobilie zum Wohntraum wird – von der Ausgangslage über die einzelnen Sanierungsschritte bis hin zu realistischen Kosten und Förderungen.


Ausgangslage: 50er-Jahre-Siedlungshaus in München vor der Sanierung

a) Das konkrete Objekt: Einfamilienhaus von 1956

Das Haus in München-Harlaching ist typisch für die Münchner Nachkriegsarchitektur: ein Einfamilienhaus mit rund 110 m² Wohnfläche, steilem Satteldach und der charakteristischen Kratzputzfassade in gedecktem Beigeton. Der Bau entstand in einer Zeit, als Materialknappheit und der Druck zum schnellen Wiederaufbau die Architektur prägten.

Technische Eckdaten vor der Sanierung:

Merkmal Zustand vorher
Außenwände 24 cm Ziegelmauerwerk, ungedämmt
Fenster Einfach verglaste Holzfenster, verzogen
Heizung Ölkessel aus den 1980ern
Bad Kleines Vollbad mit Wanne, ca. 4 m²
Elektrik Zwei-Leiter-System, wenige Steckdosen
Keller Feucht, muffig, kein nutzbarer Wohnraum

b) Die Stimmung vorher: Zwischen Charme und Problemzonen

Wer ein solches Haus betritt, kennt das Gefühl: enge Räume mit niedrigen Decken, ein schmaler Flur ohne Tageslicht, der Geruch von altem Heizöl aus dem Keller. Die Holzfenster schlossen nicht mehr richtig, im Winter zog es an den Laibungen, und die Heizkörper wurden nie richtig warm, obwohl der Kessel auf Hochtouren lief.

Die Bausubstanz der 50er-Jahre in München weist typische Schwachstellen auf:

  • Dünne Außenwände ohne Wärmedämmung
  • Wärmebrücken an Fensterstürzen und Heizkörpernischen
  • Stahlbeton-Geschossdecken ohne Schalldämmung
  • Dachstühle mit niedrigen Dimensionen und altem Holzschutz
  • Keine oder rudimentäre Feuchtigkeitsabdichtung im Keller

c) Die Münchner Situation: Wertvolles Grundstück, problematisches Haus

In Stadtteilen wie Harlaching, Hadern, Laim oder Obermenzing stehen viele dieser Siedlungshäuser auf Grundstücken, die heute Baulandpreise von 2.000 bis 4.000 € pro m² erzielen. Ein Abriss wäre zwar technisch möglich, scheitert aber oft an mehreren Faktoren:

  • Ortsbildschutz: Viele Münchner 50er-Jahre-Viertel unterliegen Erhaltungssatzungen
  • Neubaukosten: Ein vergleichbarer Neubau kostet oft mehr als eine hochwertige Sanierung
  • Baurecht: Neubauten müssen heutige Abstandsflächen einhalten, das Bestandsgebäude genießt Bestandsschutz

d) Die Wünsche der neuen Eigentümer

Die Familie – ein Paar mit zwei Kindern im Grundschulalter – hatte klare Vorstellungen:

  1. Offene, helle Räume statt verschachtelter Grundrisse
  2. Eine große Wohnküche mit direktem Gartenzugang
  3. Ein modernes Familienbad plus Gäste-WC
  4. Ein Home-Office-Bereich für flexibles Arbeiten
  5. Deutlich niedrigere Heizkosten und ein behagliches Zuhause im Winter

e) Der erste Schritt: Bestandsaufnahme durch Experten

Bevor Hammer und Meißel zum Einsatz kamen, führte die Hans Schramm GmbH eine gründliche Bestandsaufnahme durch. Diese umfasste:

  • Haustechnik-Begutachtung (Heizung, Warmwasser, Rohrleitungen)
  • Elektroprüfung nach VDE-Standards (E-Check)
  • Sanitär- und Abwasserinspektion
  • Begutachtung der Fenster und Fassade
  • Prüfung der Statik für mögliche Wanddurchbrüche

Auf Basis dieser Analyse entstand ein Sanierungsfahrplan mit klaren Prioritäten – von der Sicherung der Bausubstanz über die Haustechnik bis zum Innenausbau.


Raumaufteilung & Eingangsbereich: Vom verschachtelten Flur zur klaren Achse

a) Vorher: Der typische 50er-Jahre-Eingang

Wer die alte Eingangstür öffnete, stand in einem schmalen, dunklen Flur mit Holzlamperie in Brauntönen. Eine enge Holztreppe führte nach oben, die Küche war nur über eine kleine Tür erreichbar, und das Wohnzimmer lag versteckt am Ende des Ganges. Die Eingangstür selbst – einfach verglast und verzogen – ließ im Winter kalte Luft herein.

Problemzonen im Eingangsbereich:

  • Kein natürliches Licht im Flur
  • Abgeschlossene Räume ohne Blickachsen
  • Unpraktische Garderobe ohne Stauraum
  • Dunkle Holzverkleidungen, die den Raum optisch verkleinerten

b) Nachher: Helle Achse mit Gartenbezug

Die Transformation begann bereits an der Schwelle: Eine neue, gedämmte Holz-Alu-Haustür mit satinierter Verglasung bringt Tageslicht in den Eingang und schützt gleichzeitig die Privatsphäre. Der Flur wirkt nun doppelt so breit – nicht durch bauliche Vergrößerung, sondern durch gezielte Gestaltung:

  • Glasoberlichter über den Zimmertüren
  • Helle Wandfarbe in gebrochenem Weiß
  • Integrierte LED-Streifen in der Decke
  • Maßgefertigter Garderobeneinbau mit Sitzbank

Der moderne Eingangsbereich eines 50er Jahre Hauses präsentiert eine stilvolle, große Holz-Alu-Haustür mit satinierten Lichtausschnitten, die den Raum hell und einladend wirken lässt. Die maßgefertigte Garderobe mit Sitzbank und integrierten LED-Streifen in der Decke schafft einen komfortablen Wohntraum für die Familie.

c) Grundriss-Anpassung: Wände öffnen, Blickachsen schaffen

Der entscheidende Eingriff war ein teilweiser Wanddurchbruch zwischen Flur und Wohn-Essbereich. Wo früher eine massive Ziegelwand die Räume trennte, entstand eine großzügige Öffnung mit einem Stahlträger. Die Türöffnung zur Küche wurde verbreitert, sodass es erstmals vom Eingangsbereich aus einen durchgehenden Blick bis in den Garten gibt.

Das Treppenhaus erfuhr eine Aufhellung durch:

  • Neue Treppenstufen in heller Eiche
  • Schlichtes Stahlgeländer mit Holzhandlauf
  • Wandflächen in hellem Ton
  • Zusätzliches Fenster im oberen Bereich

d) Besonderheit München: Statik bei 50er-Jahre-Ziegelbauten

Bei der Arbeit an Münchner Nachkriegsbauten ist Vorsicht geboten: Die Innenwände dieser Siedlungshäuser sind häufig tragend, da das dünne Außenmauerwerk die Lasten allein nicht aufnehmen konnte. Bevor ein Durchbruch erfolgt, muss ein Statiker die Situation bewerten und gegebenenfalls Stahlträger einplanen.


Neuer Anbau & Gartenzugang: Münchner Hanglage clever genutzt

1) Die Ausgangslage: Trennung zwischen Haus und Garten

Viele 50er-Jahre-Häuser im Münchner Süden und Südosten stehen in Hanglage – das Erdgeschoss liegt oft ein halbes Geschoss über dem Gartenniveau. Im ursprünglichen Zustand bedeutete das:

  • Eine niedrige Terrassentür mit hoher Schwelle
  • Schmale, steile Betonstufen in den Garten
  • Eine kleine Betonplatte als Terrasse
  • Wenig Tageslicht im Wohnzimmer durch die tiefliegende Gartenseite

2) Der Anbau: 20 m² zusätzliche Wohnfläche

Die Lösung war ein eingeschossiger Anbau zur Gartenseite mit rund 20 m² Grundfläche. Mit einer Raumhöhe von 3,20 Metern und großen Hebe-Schiebe-Elementen nach Süden und Westen entstand ein lichtdurchfluteter Raum, der innen und außen verbindet.

Ausstattung des Anbaus:

Element Ausführung
Verglasung Dreifach, Hebe-Schiebe-Türen
Boden Geölter Eichenparkettboden
Heizung Fußbodenheizung
Decke Glatte Putzdecke mit integrierten Spots
Übergang Schwellenloser Anschluss an Bestandshaus

3) Terrassengestaltung im Münchner Stil

Die neue Terrasse verbindet Haus und Garten über eine breite Natursteintreppe aus bayerischem Granit. Die Stufen sind so dimensioniert, dass sie auch als Sitzstufen für Familienfeste im Sommer dienen. Eine schlichte Stabstahlbrüstung fügt sich harmonisch in die klare Formensprache des Anbaus ein.

Integrierte Pflanzenkübel aus demselben Granit schaffen den Übergang zum gewachsenen Garten mit seinen alten Obstbäumen.

4) Konstruktive Besonderheiten

Der Bau eines Anbaus an ein bestehendes 50er-Jahre-Haus erfordert sorgfältige Planung:

  • Statische Ertüchtigung: Die Bestandskellerdecke wurde verstärkt
  • Neues Fundament: Frostschürze und Bodenplatte nach aktuellem Standard
  • Wärmedämmung: Erfüllung der GEG-Anforderungen (Gebäudeenergiegesetz)
  • Entwässerung: Anschluss an das Münchner Entwässerungskonzept

Hans Schramm übernahm dabei nicht nur die Haustechnik, sondern auch die komplette Elektro- und Lichtplanung im Anbau: Deckenspots für gleichmäßige Grundbeleuchtung, eine Pendelleuchte über dem Esstisch und wetterfeste Außenleuchten auf der Terrasse.


Küche & Wohn-Essbereich: Offener Mittelpunkt für die Familie

a) Der Kontrast: Vorher – Nachher

Die alte Küche war ein typisches Produkt ihrer Zeit: ein abgeschlossener Raum von kaum 8 m² mit braunen Wandfliesen bis zur Decke, niedrigen Oberschränken und einem kleinen Fenster zum Hof. Gekocht wurde hier allein, während die Familie im Wohnzimmer wartete.

Heute ist die Küche das Herzstück des Hauses. Durch den Wanddurchbruch zum ehemaligen Wohnzimmer und die Anbindung an den neuen Anbau entstand ein offener Wohn-Ess-Kochbereich von über 40 m² – mit Blickachsen vom Kochen bis in den Garten.

b) Die neue Küche im Detail

Die Küchengestaltung folgt dem Prinzip „schlichte Eleganz”:

  • Fronten: Grifflose weiße Lackfronten
  • Arbeitsplatte: Nero Assoluto satiniert (schwarzer Naturstein)
  • Kochfeld: Induktion mit integriertem Dunstabzug
  • Hochschrankwand: Integrierte Geräte (Backofen, Dampfgarer, Kühlschrank)
  • Insel: Kochbereich mit Barhockern für den schnellen Familientreff

c) Schramm-Leistung: Sanitär und Elektro in der Küche

Eine Küchenrenovierung ist weit mehr als der Einbau neuer Möbel. Die Hans Schramm GmbH übernahm:

  • Komplette Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen
  • Verlegung neuer Stromkreise (separate Absicherung für Herd und Spülmaschine)
  • Installation von ausreichend Steckdosen im Arbeitsbereich
  • Vorbereitung für Geschirrspüler und Küchengeräte
  • Anschluss der Entkalkungsanlage für weiches Wasser

d) Raumwirkung: Licht und Offenheit

Die Vergrößerung des Küchenfensters zum Garten bringt Morgensonne an den Frühstückstisch. Glas-Schiebetüren zwischen Küche und Flur ermöglichen bei Bedarf eine Abtrennung – praktisch, wenn Kochgerüche oder Lärm nicht ins ganze Haus ziehen sollen.

Der Wohn-Essbereich im neuen Anbau bietet:

  • Esstisch für sechs Personen mit Gartenblick
  • Gemütlichen Sofabereich im Bestandsteil
  • Dimmbare Beleuchtung für verschiedene Stimmungen
  • TV- und Netzwerkdosen für flexibles Wohnen und Home-Office

e) Budget-Tipp: Kluge Mischkalkulation

Die Bauherren entschieden sich für eine Serienküche eines Markenherstellers, kombiniert mit einer hochwertigen Natursteinarbeitsplatte. Diese Mischung aus Standard und Premium spart Kosten, ohne auf Qualität zu verzichten. Die Planung aus einer Hand durch Schramm vermied typische Kostenfallen wie nachträgliche Änderungen oder Schnittstellenprobleme zwischen Gewerken.

Die moderne offene Wohnküche mit weißen Fronten bietet einen großzügigen Blick durch große Glasflächen in einen grünen Garten. Diese sanierte Küche ist Teil eines 50er Jahre Hauses und vereint Licht und Komfort in einem traumhaften Wohnraum.


Obergeschoss in München: Schlafzimmer, Kinderzimmer & Familienbad

a) Die typische OG-Situation im 50er-Jahre-Haus

Das ausgebaute Dachgeschoss dieser Münchner Siedlungshäuser folgt einem bekannten Muster: niedriger Kniestock, enge Zimmer mit Dachschrägen, ein winziges Bad und wenig Stauraum. Die Raumaufteilung entsprach den Vorstellungen der Nachkriegszeit – viele kleine Zimmer statt weniger großzügiger Räume.

b) Das neue Elternschlafzimmer

Durch die Zusammenlegung zweier kleiner Räume entstand ein Elternbereich von etwa 20 m². Eine Schiebetür führt in den begehbaren Kleiderschrank, der in der ehemaligen Nische unter der Dachschräge untergebracht ist.

Gestaltungselemente:

  • Neue Dachflächenfenster bringen Morgenlicht
  • Ruhige Farbe an den Wänden (Grau-Blau-Töne)
  • Eichendielenboden, durchgehend mit dem Flur
  • Integrierte Beleuchtung ohne störende Blendung

c) Kinderzimmer mit Platz zum Spielen

Für die beiden Töchter wurden die verbliebenen Räume neu organisiert. Maßgenaue Einbauten nutzen die Nischen unter den Schrägen für Schränke und Regale. Die sichtbare Holzbalkendecke blieb erhalten – ein authentisches Detail des 50er-Jahre-Charakters.

Moderne LED-Beleuchtung und ein strapazierfähiger Boden aus geöltem Holz machen die Zimmer kindgerecht und pflegeleicht.

d) Familienbad: Kernkompetenz Schramm

Das alte Bad – knapp 4 m² mit Badewanne, die niemand mehr nutzte – wurde durch Einbezug einer angrenzenden Kammer auf 9 m² vergrößert. Das neue Familienbad bietet:

Element Ausführung
Dusche Bodengleich mit Linearrinne, 120 x 100 cm
WC Wandhängend, spülrandlos
Waschtisch Doppelwaschtisch mit Unterschrank
Fliesen Großformat 60 x 120 cm, anthrazit
Heizkörper Design-Handtuchheizkörper
Beleuchtung Spiegelschrank mit LED, dimmbar

Die 3D-Badplanung, die Schramm vor Beginn der Arbeit erstellt hat, nahm der Familie die Unsicherheit: Jedes Detail war vorab visualisiert, Änderungswünsche konnten ohne Mehrkosten eingearbeitet werden.

e) Energetik im Dachgeschoss

Die Dachflächen erhielten eine zeitgemäße Dämmung, die neuen Dachfenster verfügen über Dreifachverglasung. Außenliegende Rollläden bieten Hitzeschutz an heißen Münchner Sommertagen – ein Thema, das mit dem Klimawandel immer wichtiger wird.


Dämmung, Fassade & Fenster: 50er-Jahre-Charme erhalten, aber energieeffizient

a) Typische Schwachstellen der Münchner 50er-Bauten

Die Architektur der 1950er-Jahre in München entstand unter dem Druck von Materialknappheit und schnellem Wiederaufbau. Das Ergebnis waren Häuser mit:

  • 24–30 cm dünnen Ziegelwänden ohne Dämmung
  • Einfach verglasten Holzfenstern
  • Wärmebrücken an Fensterstürzen und Balkonplatten
  • Ungedämmten Dachflächen
  • Fehlende Kellerabdichtung

Der Heizenergieverbrauch solcher Gebäude liegt oft bei 200–300 kWh pro m² und Jahr – viermal so hoch wie bei einem modernen Haus.

b) Dachsanierung: Wärme oben halten

Das Dach wurde mit einer Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle plus zusätzlicher Untersparrendämmung auf den heutigen Standard gebracht. Die Maßnahmen im Überblick:

  • Neue diffusionsoffene Unterspannbahn
  • Dämmstärke gesamt: 24 cm
  • Biberschwanzziegel passend zum Straßenbild
  • Behutsam angepasste Dachüberstände

c) Fassade: Münchner Kratzputz trifft Energieeffizienz

Der ursprüngliche Kratzputz wurde so weit wie möglich erhalten – er gehört zum Charakter des Münchner Baustils dieser Epoche. Ein neues Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit mineralischer Dämmung kam zum Einsatz, darauf ein neuer Putz im ähnlichen Stil.

Das Farbkonzept orientiert sich am Münchner Stadtbild: warmes Weiß mit gebrochenen Beigetönen, das sich harmonisch in die Nachbarschaft fügt.

d) Fenster: Mehr Licht, weniger Energieverlust

Der Austausch der alten Holzfenster gegen Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung war eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen:

  • Straßenseite: Klassischer gegliederter Fensterrhythmus für Quartiersharmonie
  • Gartenseite: Großzügige Öffnungen für maximales Tageslicht
  • U-Wert: Von etwa 5,0 auf 0,8 W/(m²K) verbessert

e) Innendämmung und Abstimmung der Gewerke

An exponierten Wänden – etwa zum unbeheizten Treppenhaus – kam eine diffusionsoffene Innendämmung zum Einsatz. Schramm koordinierte dabei die Zusammenarbeit mit Malern und Stuckateuren, um ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen.

Hinweis für Münchner Eigentümer: In Gebieten mit Erhaltungssatzungen kann das Bauamt Auflagen zur Fassadengestaltung machen. Die frühzeitige Abstimmung spart Zeit und vermeidet nachträgliche Änderungen.


Haustechnik & Heizungsmodernisierung: Von der Ölheizung zur Wärmepumpe

a) Die Ausgangslage: Alter Ölkessel im feuchten Keller

In vielen 50er-Jahre-Häusern in München arbeiten noch Heizungsanlagen aus den 1980er oder 1990er-Jahren. Im konkreten Projekt fand sich ein Ölkessel, der seinen besten Zeiten längst hinter sich hatte:

  • Wirkungsgrad unter 80 % (moderne Anlagen: über 95 %)
  • Keine hydraulische Weiche, keine moderne Regelung
  • Heizkörper mit alten Ventilen, nicht abgeglichen
  • Öltanks mit Geruchsbelästigung im Keller
  • Jährliche Heizkosten: über 4.000 €

b) Die Lösung: Luft-Wasser-Wärmepumpe

Nach Prüfung verschiedener Optionen fiel die Wahl auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Diese Technik eignet sich besonders gut für sanierte Altbauten:

  • Keine Erdreichbohrung nötig (wichtig in München wegen Grundwasser)
  • Kombinierbar mit vorhandenen Heizkörpern (Vorlauf bis 55 °C)
  • Förderfähig durch BAFA und KfW
  • Unabhängig von fossilen Brennstoffen

Im Erdgeschoss wurde zusätzlich eine Fußbodenheizung nachgerüstet – die niedrigen Vorlauftemperaturen steigern die Effizienz der Wärmepumpe.

c) Hydraulischer Abgleich und moderne Regelung

Eine neue Heizungsanlage entfaltet ihr Potenzial nur mit optimaler Einstellung:

  • Hydraulischer Abgleich aller Heizkörper
  • Neue Heizkreisverteilung im Keller
  • Raumthermostate in allen Wohnräumen
  • Vorbereitung für Smart-Home-Anbindung
  • Wärmemengenzähler zur Verbrauchskontrolle

d) Sanitärinstallation: Weg mit den alten Rohren

Die Sanierung der Wasserleitungen gehört zu den unsichtbaren, aber entscheidenden Maßnahmen:

  • Erneuerung aller Steigleitungen (kalt/warm)
  • Entsorgung alter Bleirohre (in manchen 50er-Bauten noch vorhanden)
  • Integration einer Entkalkungsanlage (wichtig für das harte Münchner Wasser)
  • Neue Abwasserleitungen mit schalldämmenden Rohren

e) Elektroinstallation: Vom Zwei-Leiter-System zum modernen Standard

Die elektrische Anlage eines 50er-Jahre-Hauses entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Komfort. Schramm führte eine Kompletterneuerung durch:

Maßnahme Nutzen
FI/LS-Schutzschalter Personenschutz bei Fehlerströmen
Neue Unterverteilung Übersichtliche Stromkreise
Mehr Steckdosen Flexibilität im Alltag
Netzwerkverkabelung Stabiles Internet in allen Räumen
Vorbereitung Wallbox E-Mobil-Ladestation in der Garage

Wohnkomfort & Gestaltung: Münchner 50er-Charme meets modernes Design

a) Sanierung ist mehr als Technik

Eine gelungene Altbausanierung verbindet technische Modernisierung mit atmosphärischer Gestaltung. Im besten Fall entsteht ein Interieur, das den Charakter des Gebäudes bewahrt und gleichzeitig zeitgemäßen Komfort bietet.

b) Erhaltenswerte Details

Nicht alles aus den 50ern muss weichen. Im Projekt wurden bewusst Original-Elemente erhalten und aufgearbeitet:

  • Eichenholztreppe: Abgeschliffen und neu versiegelt
  • Alte Türblätter: Neu lackiert in sattem Weiß
  • Terrazzoboden im Flur: Geschliffen und poliert
  • Sprossenfenster: Mit moderner Technik nachgebildet

c) Farb- und Materialkonzept

Die Innenarchitektin entwickelte ein ruhiges Farbkonzept, das den offenen Grundriss unterstützt:

  • Grundtöne: Weiß, helles Grau, Naturholz
  • Farbige Akzente in einzelnen Räumen
  • Wärmere Töne auf der Nordseite (optischer Ausgleich)
  • Durchgehende Materialien für Fließeffekt

d) Beleuchtung: Schichten statt Deckenlampe

Die Lichtplanung folgt dem Prinzip der Schichtung:

  1. Grundlicht: Indirekte Lichtvouten im Wohnbereich
  2. Funktionslicht: Spots in Küche und Bad
  3. Akzentlicht: Pendelleuchten über Esstisch
  4. Stimmungslicht: Dimmbare Szenen für verschiedene Tageszeiten

e) Akustik im offenen Wohnraum

Offene Grundrisse haben einen Nachteil: Sie können hallig klingen. Textile Elemente wie Vorhänge, Teppiche und Polstermöbel dämpfen den Schall. In der Küche sorgt ein Akustikpaneel hinter dem Kochbereich für angenehme Klangverhältnisse.


Kosten, Zeitplan & Förderung: Was ein 50er-Jahre-Haus in München realistisch braucht

a) Realistische Spannen statt falscher Versprechen

Exakte Preise für eine Sanierung lassen sich nur nach einer Vor-Ort-Besichtigung und detaillierter Planung nennen. Für eine grobe Orientierung helfen Erfahrungswerte aus Münchner Projekten:

Maßnahme Kostenspanne (ca.)
Komplettsanierung inkl. Haustechnik 2.000–3.500 €/m²
Anbau (schlüsselfertig) 3.000–4.500 €/m²
Badsanierung komplett 25.000–45.000 €
Heizungsmodernisierung (Wärmepumpe) 25.000–40.000 €
Fensteraustausch (gesamt) 15.000–30.000 €

Diese Werte dienen der Orientierung. Münchner Handwerkerpreise liegen über dem Bundesdurchschnitt.

b) Zeitplan: Von der Planung bis zur Fertigstellung

Eine Kernsanierung mit Anbau gliedert sich typischerweise in folgende Phasen:

  1. Planung und Genehmigung: 2–4 Monate
  2. Entkernung und Rohbau: 2–3 Monate
  3. Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro): 4–6 Wochen
  4. Innenausbau (Trockenbau, Estrich, Fliesen): 2–3 Monate
  5. Feinarbeiten und Einzug: 4–6 Wochen

Gesamtdauer: 8–12 Monate je nach Umfang und Genehmigungssituation

c) Faktoren, die die Kosten beeinflussen

  • Zustand der vorhandenen Substanz (Feuchteschäden, Statik)
  • Größe des Hauses und Umfang des Anbaus
  • Materialqualität (Standard vs. Premium)
  • Eigenleistungen der Bauherren
  • Münchner Handwerkerpreise und Auftragslage

d) Förderungen nutzen

Für energetische Sanierungen stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung:

  • KfW-Förderung: Zuschüsse und günstige Kredite für Effizienzhaus-Standard
  • BAFA-Förderung: Zuschüsse für Wärmepumpen und Einzelmaßnahmen
  • Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP): 5 % zusätzlicher Bonus bei Umsetzung

Die Hans Schramm GmbH unterstützt bei der Zusammenstellung der Unterlagen und arbeitet mit Energieberatern zusammen, die den iSFP erstellen.

e) Transparenz und Festpreis-Garantie

Schramm bietet für klar definierte Leistungspakete eine Festpreis-Garantie. Das schützt vor bösen Überraschungen und macht das Budget planbar.


Warum Hans Schramm GmbH der richtige Partner für Ihr 50er-Jahre-Haus in München ist

a) Münchner Meisterbetrieb mit Tradition

Seit über 120 Jahren steht die Hans Schramm GmbH für Qualität und handwerkliches Können in München. Was 1903 als kleiner Betrieb begann, ist heute ein leistungsstarkes Unternehmen mit über 50 eigenen Fachhandwerkern aus den Bereichen Sanitär, Heizung, Elektro und Fliesen.

b) Alles aus einer Hand

Bei der Sanierung eines 50er-Jahre-Hauses greifen viele Gewerke ineinander. Schramm koordiniert:

  • Badsanierung und Sanitärinstallation
  • Heizungsmodernisierung und Wärmepumpentechnik
  • Elektroinstallation und Netzwerkverkabelung
  • Fliesen- und Trockenbauarbeiten
  • Abstimmung mit Architekten und Energieberatern

Ein Ansprechpartner – keine Schnittstellenprobleme.

c) Showroom in München

Im Showroom können Sie:

  • Bad- und Heizungslösungen live erleben
  • Materialien anfassen und vergleichen
  • Die 3D-Badplanung vor Ort durchführen
  • Sich von realisierten Projekten inspirieren lassen

d) Regionale Erfahrung

Das Team kennt die Besonderheiten Münchner Altbauten – ob in Laim, Hadern, Trudering, Harlaching oder Obermenzing. Die Anforderungen der Stadt München, die Erhaltungssatzungen und die lokalen Bauvorschriften sind vertraut.

e) Ihr nächster Schritt

Wenn Sie ein 50er-Jahre-Haus in München besitzen und vom Leben in einem modernen, energieeffizienten Zuhause träumen: vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin. Bei einer Vor-Ort-Besichtigung prüfen wir die Substanz, besprechen Ihre Wünsche und erstellen einen realistischen Sanierungsfahrplan.

Kontaktieren Sie uns für eine Beratung →


Häufig gestellte Fragen

– Lohnt sich die Sanierung eines 50er-Jahre-Hauses in München überhaupt oder sollte man neu bauen?

In den meisten Fällen lohnt sich die Sanierung. Die hohen Münchner Grundstückspreise, Baurechtseinschränkungen bei Neubauten (Abstandsflächen, Bebauungspläne) und der Erhalt des Altbau-Charakters sprechen für den Umbau. Eine durchdachte Kernsanierung mit energetischer Modernisierung steigert den Immobilienwert erheblich und kostet oft weniger als ein vergleichbarer Neubau.

– Mit welchen Sanierungsmaßnahmen sollte ich bei einem 50er-Haus in München anfangen?

Die empfohlene Reihenfolge orientiert sich am Prinzip „von außen nach innen, von unten nach oben“: Zuerst Statik und Dach sichern, dann Heizung und Haustechnik erneuern, anschließend Fassade und Fenster dämmen. Bad, Küche und Innenausbau folgen zum Schluss. Ein strukturierter Sanierungsfahrplan, idealerweise mit Energieberatung, vermeidet teure Fehler und erschließt Fördermittel.

– Kann ich während der Kernsanierung im Haus wohnen bleiben?

Bei einer umfassenden Kernsanierung mit Bad- und Heizungsumbau ist ein Auszug meist unvermeidlich – es gibt Phasen ohne funktionierendes Bad, Heizung oder Strom. Bei Teilsanierungen (nur Bad oder nur Heizung) ist bewohntes Bauen möglich, erfordert aber sorgfältige Planung. Schramm stimmt den Ablauf so ab, dass die Belastung minimal bleibt.

– Wie viel Eigenleistung ist bei einer 50er-Haus-Sanierung realistisch?

Malerarbeiten, das Verlegen von Bodenbelägen oder einfache Demontagearbeiten können handwerklich begabte Bauherren selbst übernehmen. Bei Heizung, Sanitär und Elektro sollte aus Sicherheits- und Gewährleistungsgründen immer ein Fachbetrieb beauftragt werden. Unsachgemäße Arbeiten gefährden nicht nur die Bewohner, sondern auch den Versicherungsschutz.

– Wie finde ich heraus, welche Förderungen für mein Münchner 50er-Jahre-Haus möglich sind?

Der beste Einstieg ist eine Energieberatung mit Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP). Der Energieberater prüft, welche Maßnahmen förderfähig sind und in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden sollten. Beachten Sie, dass die Förderrichtlinien regelmäßig angepasst werden – eine aktuelle Beratung ist daher unerlässlich.

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