Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig Luft-Wasser-Wärmepumpen. Der aktuellste veröffentlichte Gerätetest erschien in test 10/2025. Er umfasst fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen und verwendet ein deutlich verändertes Prüfprogramm. Deshalb lassen sich die Ergebnisse nicht direkt mit den Testjahrgängen 2024 und 2023 vergleichen.
Der aktuelle Stiftung-Warentest-Vergleich stammt aus September 2025 und umfasst fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Geprüft wurden unter anderem Geräte von Vaillant, Stiebel Eltron und Viessmann; in der Datenbank werden außerdem Modelle von Mitsubishi Electric und Alpha Innotec geführt.
Wegen eines geänderten Prüfprogramms sind die Ergebnisse von 2025 nicht direkt mit 2024 vergleichbar.
Ein gutes Testergebnis ersetzt weder Heizlastberechnung noch Schallplanung und hydraulische Auslegung.
Der Test 2024 bleibt als Rückblick relevant, ist aber nicht mehr der aktuelle Testjahrgang.
Stiftung Warentest untersuchte fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser. Bewertet wurde, wie effizient die Geräte in für Deutschland typischen Klimazonen heizen und wie gut sie sich bedienen lassen. Der Test betrachtet auch einen Betrieb mit Heizkörpern und einer Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius. Damit ist er gerade für Eigentümer von Bestandsgebäuden interessant.
Zu den öffentlich genannten Geräten des Testfelds gehören:
Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A,
Viessmann Vitocal 250-A AWO-E-AC 251.A10,
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus HK 400,
Mitsubishi Electric Wärmepumpen-Set 13.10,
Alpha Innotec Hybrox 11.
Die vollständigen Noten und Detailergebnisse sind kostenpflichtiger Inhalt der Stiftung Warentest. Wer konkrete Modelle vergleichen möchte, sollte daher den Originaltest heranziehen und zusätzlich prüfen, ob die angebotene Gerätekombination exakt der getesteten Ausführung entspricht.
Stiftung Warentest weist selbst darauf hin, dass das Prüfprogramm für 2025 deutlich verändert wurde. Die Modelle aus früheren Jahren stehen deshalb nicht in einem unmittelbaren Notenvergleich mit dem aktuellen Testfeld. Ältere Ergebnisse bleiben in den PDF-Ausgaben der jeweiligen Jahre dokumentiert.
Der Beitrag sollte daher nicht aus verschiedenen Jahrgängen einen gemeinsamen „Gesamtsieger“ bilden. Eine Note ist nur innerhalb des jeweiligen Tests, seiner Randbedingungen und Gewichtung aussagekräftig.
Der Test der Stiftung Warentest aus Ausgabe 8 2024 untersuchte elf Luft-Wasser-Wärmepumpen. Im damaligen Test erreichten die Buderus Logatherm WLW186i-10 AR E und die Weishaupt Aeroblock WAB 11-A-RME-A laut Stiftung Warentest die Note 2,3 („gut“). In den testergebnisse 2024 schnitten vier von fünf getesteten wärmepumpen mit „gut“ ab. Bei der energieeffizienz lag die Buderus Logatherm im Test 2024 vorn. Vier Geräte erhielten bei der Lautstärke nur die testnote „befriedigend“. Diese Aussage gehört ausdrücklich zum Testjahr 2024 und darf nicht als aktuelles Gesamturteil für den Markt 2026 verstanden werden.
Auch Modellbezeichnungen und angebotene Systempakete können sich seitdem geändert haben, etwa bei einem modell wie CHA 10, WPL A 07 HK, RME A mit Wandregler, aquarea l serie kit oder L Serie KIT WC09L3E5. Vor einer Bestellung sollten Verfügbarkeit, technische Ausführung und Herstellerunterlagen aktuell geprüft werden, da hersteller wie Wolf und der damalige wärmepumpen testsieger je nach platz im Test sowie im jeweiligen Test der Stiftung Warentest später andere Varianten führen können.
Ein Produkttest ist eine gute Orientierung, aber die Effizienz einer Wärmepumpe entsteht im Zusammenspiel mit dem Gebäude. Der Preis ist aus diesem grund oft fünfstellig; viele Geräte liegen bei 9.500 bis 22.000 Euro, auch wenn sie kein schnäppchen sind. Zur Anschaffung kommen im haushalt meist noch Installationskosten hinzu. Entscheidend sind vor allem:
korrekt berechnete Heizlast,
erforderliche Vorlauftemperatur,
Dimensionierung der Heizkörper oder Flächenheizung,
Leistung und Modulationsbereich der Wärmepumpe,
Warmwasserbedarf,
Schallleistung, Aufstellort und Abstände; bei luftwärmepumpen sind Außeneinheiten oft groß und schwer,
hydraulische Einbindung und Regelung mit Blick auf das heizsystem,
Qualität von Planung, Installation und Inbetriebnahme.
Eine überdimensionierte Wärmepumpe kann häufig takten und ineffizient laufen. Auch bei modernen Geräten spielt die rolle der Planung eine große Rolle: Ein Silent Mode kann Geräusche reduzieren, ersetzt unter umständen aber keine gute Aufstellung und keinen Schallschutz. Ein sehr gutes Testgerät ist deshalb nicht automatisch die beste Wahl für jedes Haus, zumal unterschiede bei der Lautstärke besonders nachts Nachbarn stören können.
Viele neue Luft-Wasser-Wärmepumpen verwenden Propan (R290). Es hat ein sehr niedriges Treibhauspotenzial und ermöglicht bei geeigneter Konstruktion hohe Vorlauftemperaturen. Propan gilt dabei als deutlich klimaschonender als R32. Weil Propan brennbar ist, müssen Sicherheitsabstände und Herstelleranforderungen bei Planung und Aufstellung eingehalten werden, damit die Wärmeenergie aus der Umwelt effizient genutzt und trotz Kälte zuverlässig in Wärme umgewandelt werden kann.
R32 ist ein fluoriertes Kältemittel mit deutlich höherem Treibhauspotenzial und hat die 675-fache Treibhauswirkung von CO2. Welche Qualifikation bei der Installation erforderlich ist, hängt von Gerätebauart und den Arbeiten am Kältemittelkreis ab. Eine pauschale Aussage, R32-Anlagen könnten ohne Kältesachkunde installiert werden, ist daher falsch. Im Test 2024 nutzten alle Wärmepumpen Propan. 2023 waren noch zwei Modelle mit R32 vertreten, darunter die Wärmepumpe von Mitsubishi.
Ja. Eine Wärmepumpe ist nicht auf Neubauten oder Fußbodenheizungen beschränkt und kann auch in Altbauten zuverlässig arbeiten, wenn die Systemtemperaturen passen. Entscheidend ist, ob das Gebäude an kalten Tagen mit einer ausreichend niedrigen Vorlauftemperatur warm wird. Im günstigen Betrieb sind Wirkungsgrade von bis zu 500 Prozent möglich. Oft reichen einzelne größere Heizkörper, ein hydraulischer Abgleich oder gezielte Dämmmaßnahmen aus. Je nach Stand der Außentemperatur benötigen Wärmepumpen bei Minusgraden mehr Strom zur Wärmeerzeugung.
Vor der Auswahl empfiehlt sich eine raumweise Heizlastberechnung. Sie zeigt, welche Heizflächen kritisch sind und welche Leistung tatsächlich benötigt wird.
Beim Heizungstausch in bestehenden Wohngebäuden beträgt die KfW-Grundförderung 30 Prozent. Für selbstnutzende Eigentümer können ein Klimageschwindigkeitsbonus und ein einkommensabhängiger Bonus hinzukommen. Der Gesamtfördersatz ist auf 80 Prozent begrenzt.
Für die erste Wohneinheit werden derzeit höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten angesetzt. Daraus ergibt sich bei 30 Prozent Grundförderung ein maximaler Zuschuss von 8.400 Euro. Nur wenn die jeweiligen Bonusvoraussetzungen erfüllt sind, kann der Zuschuss höher ausfallen – bis maximal 22.400 Euro bei 80 Prozent. Der Antrag muss grundsätzlich vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.
Der Stiftung-Warentest-Test 2025 liefert eine aktuelle Orientierung zu fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen, ist wegen des geänderten Prüfprogramms aber nicht direkt mit 2024 vergleichbar. Eigentümer sollten Testnoten als einen Baustein nutzen. Für eine gute Anlage sind die Auslegung für das konkrete Gebäude, ein sinnvoller Aufstellort und eine fachgerechte Installation mindestens ebenso wichtig wie das Gerätemodell.
Der aktuelle Test für Luft-Wasser-Wärmepumpen erschien in Heft 10/2025 und umfasst fünf Geräte.
Nein, nicht unmittelbar. Stiftung Warentest hat das Prüfprogramm deutlich verändert.
Nein. Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizflächen, Warmwasserbedarf, Schall und Aufstellort müssen zum jeweiligen Gebäude passen.
Die Grundförderung beträgt 30 Prozent. Mit persönlichen Boni sind bis zu 80 Prozent der gedeckelten förderfähigen Kosten möglich. Für die erste Wohneinheit beträgt die Kostenobergrenze derzeit 28.000 Euro.