Eine Split-Wärmepumpe besteht aus einer Außen- und einer Inneneinheit, die durch Kältemittelleitungen verbunden sind. Die Bauweise kann flexible Leitungswege ermöglichen und vermeidet wasserführende Außenleitungen zwischen den Geräten. Dafür sind Planung, Montage und Arbeiten am Kältemittelkreislauf anspruchsvoller als bei einem werkseitig geschlossenen Monoblock.
Außen- und Inneneinheit sind über Kältemittelleitungen verbunden.
Zwischen den Einheiten fließt normalerweise kein Heizwasser und damit besteht dort keine wasserbedingte Frostgefahr.
Die Installation des Kältekreises erfordert qualifizierte Fachkräfte.
Effizienz, Heizleistung und Lautstärke sind modell- und betriebsabhängig.
Nicht jede Split-Wärmepumpe kann serienmäßig aktiv kühlen.
Kosten und Wartung lassen sich nicht seriös mit einem Pauschalbetrag angeben.

Bei einer Luft-Wasser-Splitwärmepumpe sind Komponenten des Kältekreises auf zwei Geräte verteilt. In der Außeneinheit befinden sich meist Ventilator, Verdampfer und Verdichter. Die Inneneinheit überträgt die Wärme auf das Heizungswasser und enthält je nach System Pumpen, Regelung oder Speicherkomponenten.
Welche Bauteile genau innen oder außen sitzen, hängt vom Hersteller und der Baureihe ab. Der Begriff Split beschreibt daher zunächst die geteilte Bauweise, nicht eine bestimmte Effizienz oder Qualität.
Der Ventilator führt Außenluft über den Verdampfer.
Das Kältemittel nimmt Wärme auf und verdampft.
Der Verdichter erhöht Druck und Temperatur.
Das Kältemittel strömt über die Verbindungsleitungen zur Wärmeübergabe.
Der Verflüssiger überträgt die Wärme auf das Heizungswasser.
Nach der Entspannung beginnt der Kreislauf erneut.
Zwischen den Einheiten verlaufen Kältemittelleitungen. Bei Stromausfall kann dort kein Heizwasser einfrieren. Das kann bei längeren Außenwegen oder exponierten Standorten ein Vorteil gegenüber einem Außenmonoblock sein.
Kältemittelleitungen besitzen häufig kleinere Querschnitte als Heizwasserleitungen. Zulässige Leitungslängen, Höhenunterschiede und Bögen sind jedoch gerätespezifisch begrenzt und beeinflussen Planung sowie Kältemittelfüllung.
Je nach Konstruktion kann die Außeneinheit kleiner oder leichter sein als ein vergleichbarer Monoblock. Pauschal gilt das nicht, weil Leistungsgröße und Bauform stark variieren.
Verdichter und Ventilator liegen bei vielen Geräten außen. Die Inneneinheit ist deshalb oft leise. Im Außenbereich bleibt eine sorgfältige Schallplanung erforderlich.
Kältemittelleitungen werden vor Ort verlegt, verbunden, geprüft und gegebenenfalls befüllt. Dafür sind die vorgeschriebenen Qualifikationen erforderlich. Fehler können Leistung, Dichtheit und Lebensdauer beeinträchtigen.
Jede vor Ort hergestellte Verbindung ist eine mögliche Fehlerstelle. Hochwertige Montage, Dichtheitsprüfung und Dokumentation sind daher wichtig. Ob regelmäßige gesetzliche Dichtheitskontrollen erforderlich sind, hängt unter anderem von Kältemittel, Füllmenge und Anlagenart ab.
Viele Splitgeräte verwenden fluorierte Kältemittel; einzelne Systeme arbeiten mit natürlichen Kältemitteln. Für Vergleich und Zukunftssicherheit sind Treibhauspotenzial, Sicherheitsklasse, Verfügbarkeit und Servicekonzept relevant. Die Kältemittelbezeichnung allein entscheidet aber nicht über die Gesamteffizienz.
Die Split-Bauweise macht die Wärmepumpe nicht automatisch leise. Ventilator und meist auch Verdichter arbeiten außen. Standort, Reflexionen, Nachtbetrieb und Abstände zu schutzbedürftigen Räumen müssen geprüft werden.
Ob eine Wärmepumpe bei tiefen Außentemperaturen genügend Leistung liefert, geht aus den gerätespezifischen Kennlinien hervor. Angaben wie minus 25 Grad sind keine allgemeine Eigenschaft aller Splitgeräte. Wichtig sind Heizleistung, Leistungsaufnahme und zulässige Vorlauftemperatur am örtlichen Auslegungspunkt.
Beim Abtauen fällt Wasser an der Außeneinheit an. Es muss kontrolliert und frostsicher abgeführt werden. Ein Heizstab kann Spitzenlast, Abtauung oder Notbetrieb unterstützen, sollte aber nicht wegen falscher Dimensionierung unnötig häufig arbeiten.
Reversible Split-Wärmepumpen können den Kältekreislauf umkehren und aktiv kühlen. Dafür müssen Regelung und Heizflächen geeignet sein. Fußboden-, Wand- oder Deckensysteme benötigen Taupunktüberwachung, damit sich kein Kondensat bildet.
Klassische Heizkörper eignen sich nur eingeschränkt zur Kühlung. Gebläsekonvektoren können höhere Kühlleistungen erreichen und Kondensat gezielt abführen.
Beim Monoblock ist der Kältekreis werkseitig geschlossen; bei Außenaufstellung führen meist Heizwasserleitungen ins Gebäude. Beim Splitgerät wird der Kältekreis erst am Aufstellort verbunden, dafür liegen zwischen den Einheiten keine wasserführenden Heizungsleitungen.
Für die Entscheidung sind folgende Punkte maßgeblich:
mögliche Aufstellorte und Leitungswege
Frostschutz und Stromausfallszenario
Kältemittel und Fachbetriebsqualifikation
Schallleistung und Nachtbetrieb
Heizleistung bei niedriger Außentemperatur
Service- und Ersatzteilversorgung
Gesamtkosten einschließlich Nebenarbeiten
Vor der Auswahl sollte die Gebäudeheizlast berechnet und die erforderliche Vorlauftemperatur geprüft werden. Außengerät, Innengerät und Leitungsweg müssen als Gesamtsystem geplant werden. Herstellergrenzen für Leitungslänge und Höhendifferenz sind einzuhalten.
Zum Installationsumfang gehören typischerweise:
Fundament oder Wandkonsole mit Schwingungsentkopplung
Kältemittelleitungen und fachgerechte Wanddurchführung
Kondensat- und Abtauwasserführung
Hydraulik, Speicher und hydraulischer Abgleich
Elektroanschluss und Kommunikationsleitungen
Dichtheitsprüfung, Evakuierung und Inbetriebnahme
Einweisung und dokumentierte Einstellungen
Glykol ist zwischen Außen- und Inneneinheit einer üblichen Splitwärmepumpe nicht erforderlich, weil dort Kältemittel statt Heizwasser zirkuliert. Andere wasserführende Außenbereiche sind gesondert zu beurteilen.
Reine Gerätepreise von 7.000 bis 12.000 Euro und Installationskosten von nur 1.000 bis 2.000 Euro bilden ein vollständiges Heizungstauschprojekt häufig nicht ab. Zu den Gesamtkosten können Demontage, Hydraulik, Speicher, Elektroarbeiten, Fundament, Heizflächen, Schallschutz und Fachplanung gehören.
Ein Splitgerät ist nicht grundsätzlich günstiger als ein Monoblock. Ein belastbarer Vergleich braucht zwei vollständige Angebote mit gleicher Leistung, gleichem Leistungsumfang und passenden Betriebsdaten.
Für eine förderfähige elektrische Wärmepumpe in einem bestehenden Wohngebäude beträgt die KfW-Grundförderung für Privatpersonen 30 Prozent. Je nach Selbstnutzung, Einkommen und Austauschkonstellation können Boni hinzukommen. Insgesamt ist der Fördersatz auf 80 Prozent der berücksichtigten förderfähigen Kosten begrenzt.
Bei einem Einfamilienhaus werden aktuell maximal 28.000 Euro berücksichtigt. Die Grundförderung beträgt damit höchstens 8.400 Euro. Die frühere Aussage über 70 Prozent auf 30.000 Euro beziehungsweise einen BAFA-Zuschuss von 25 Prozent ist überholt.
Alternativ kann bei selbstgenutztem Wohneigentum unter den Voraussetzungen des Einkommensteuerrechts eine Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen infrage kommen. Dieselben Kosten dürfen nicht doppelt über Zuschuss und Steuerermäßigung gefördert werden. Eine steuerliche Prüfung ist sinnvoll.
Wartungsumfang und -intervall richten sich nach Herstellerangaben, Anlagenzustand und möglichen gesetzlichen Prüfpflichten. Ein fixer Jahrespreis oder ein starres Intervall lässt sich nicht auf alle Splitanlagen übertragen.
Neben Hydraulik, Regelung, Luftwegen und Kondensatablauf können auch Kältemittelleitungen und Verbindungen kontrolliert werden. Verbrauchs- und Wärmemengendaten helfen, Effizienz und Fehlbetrieb früh zu erkennen.
In München sind Schall und Platz häufig die entscheidenden Kriterien. Eine flexible Leitungsführung kann bei engen Grundstücken helfen, rechtfertigt aber keinen schalltechnisch ungünstigen Standort. Bei Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentum sind Gemeinschaftseigentum und Beschlusslage früh zu klären.
Die Hans Schramm GmbH kann Heizlast, Heizflächen, Hydraulik, Elektroanschluss und Aufstellung gemeinsam betrachten und die Arbeiten am Kältemittelkreislauf mit entsprechend qualifizierten Fachkräften koordinieren.
Split-Wärmepumpen können kompakte Außengeräte, flexible Leitungswege und guten Frostschutz zwischen Innen- und Außeneinheit bieten. Dem stehen höhere Anforderungen an Montage, Dichtheit und Kältemittelarbeiten gegenüber.
Ob Split oder Monoblock besser passt, muss für das konkrete Gebäude entschieden werden. Ausschlaggebend sind nicht pauschale Preis- oder COP-Angaben, sondern Heizlast, Betriebspunkte, Schall, Leitungswege und Service.
Sie besteht aus einer Außen- und einer Inneneinheit, die über Kältemittelleitungen zu einem gemeinsamen Kältekreislauf verbunden werden.
Zwischen Außen- und Inneneinheit fließt Kältemittel statt Heizwasser. Dadurch besteht dort keine wasserbedingte Frostgefahr. Kondensat und andere wasserführende Bereiche müssen trotzdem frostsicher geplant werden.
Arbeiten am Kältemittelkreislauf dürfen nur von entsprechend qualifizierten Personen beziehungsweise Unternehmen ausgeführt werden.
Nein. Gerät und Regelung müssen reversiblen Betrieb unterstützen; außerdem müssen die Wärmeübertrager für Kühlung geeignet sein.
Nicht grundsätzlich. Gerätepreis, Kältemittelmontage, Leitungswege und weitere Nebenarbeiten entscheiden über die Gesamtkosten.
Das hängt von Außentemperatur, Vorlauftemperatur, Gerät und Auslegung ab. Ein einzelner COP-Wert beschreibt nur einen Prüfpunkt.
Die Grundförderung beträgt 30 Prozent. Je nach Voraussetzungen sind Boni möglich; insgesamt gilt ein Förderdeckel von 80 Prozent der berücksichtigten Kosten.
Maßgeblich sind Herstellerangaben, Anlagenzustand und mögliche gesetzliche Prüfpflichten. Es gibt kein allgemeines Intervall für sämtliche Geräte.