Hans Schramm aktuell
Naturstein
Steine sind seit jeher Sinnbild von Beständigkeit. Sie entstehen in den Tiefen der Erde, Ihnen werden heilende Kräfte zugeschrieben. Steine sind Symbole von Unvergänglichkeit.
Natursteine sind immer Unikate: Es gibt kaum einen Baustoff, der so viele Farben und Strukturen aufweist wie Stein. Farben und Oberflächen zählen zu den entscheidendsten Faktoren für Aussehen und Wirkung. Naturstein lebt aus seiner Struktur und wirkt durch seine Farbe. Seine Struktur bekommt er allerdings erst durch die Bearbeitung der Oberfläche. Neben den handwerklichen Oberflächenbearbeitungen gewinnen heute immer mehr industrielle Verfahren an Bedeutung – jede Oberfläche hat ihren eigenen Reiz und erfüllt ganz spezielle Funktionen.
Natursteine werden nach dem Abbauen weder aufgearbeitet noch gebrannt. Sie bleiben naturbelassen. Durch Polieren und Schleifen kann Natursteinen allerdings ein „Facelifting“ verpasst werden. Das Charakteristische an Naturstein ist die ungleichmäßige Farbgebung und Maserung.
Gestalten mit Naturstein
Bei der Gestaltung der Wände ist die Größe und die Form des Raumes entscheidend. Bei kleinem Badezimmer sollten die Wände nur teilweise eingedeckt werden. Das öffnet die Architektur nach oben hin und wirkt sich positiv auf das Raumgefühl aus.
Ist der Waschtisch aus Naturstein, kann der gleiche Stein im Wandbelag aufgegriffen werden. Waschtischplatten aus Naturstein können als großformatiges Werkstück ohne Fugen hergestellt werden, oder sie werden individuell aus massiven Tranchen in die gewünschte Form geschnitten. Perfektionisten in Sachen Naturstein lassen sogar Duschtassen fertigen, die selbstverständlich rutschfest geschliffen werden. Organisch geformte Wannenkörper und ganze Badelandschaften mit unterschiedlichen Höhen bilden einen ganz besonderen Reiz. Farbwechsel zwischen Wannenbekleidung und Wannenschürze eröffnen tolle gestalterische Effekte – egal ob mit großen Platten oder kleinen Natursteinfliesen.
Beim Einsatz von Naturstein im WC-Bereich sollte auf einen säureresistenten Naturstein (Kalkstein oder Granit) geachtet werden, um unschöne Mattstellen und Verfärbungen z. B. durch Urin, Nagellackentferner oder Kalkreiniger zu vermeiden.
Der Trend bei der Bodengestaltung mit Naturstein geht hin zu kräftigen Farben und ausdrucksvollen Designs sowie zu Individualität und Qualität.
Für noch mehr Wohnkomfort sorgt eine Fußbodenheizung unter dem Natursteinboden, da Naturstein eine besonders hohe Leitfähigkeit besitzt und so an den Füßen sehr schmeichelt.
Eine einzigartige Anmutung verschaffen transluzente Natursteine. Für diesen sehr effektvollen Einsatz von Stein eignen sich Alabaster oder Onyx am besten, da sie das Licht schon bei Stärken um 2 cm durchscheinen lassen.
Die gebräuchlichsten Natursteine in der Badgestaltung
Marmor ist ein seit Jahrtausenden eingesetzter und beliebter Baustoff. Marmorbäder gelten als Inbegriff des Luxus. Die Farbpalette von Marmor reicht von schneeweiß bis fast schwarz. Marmor ist leicht zu bearbeiten und zu polieren, weil er als umkristallisierter Kalkstein nicht besonders hart ist. Eingeschlossene Tonanteile bilden oft beliebige Schattierungen im Marmor. Im Unterschied zum normalen Kalkstein ist der Marmor an den größeren Calcitkristallen zu erkennen. Sie verleihen dem Gestein dieses typische „zuckrige“ Aussehen.
Schiefer hat sich aus Tongesteinen gebildet, die besonders viele Glimmerminerale bilden konnten. Diese Glimmerminerale begünstigen die typische Schieferung und den silbrigen Glanz. Das Farbspektrum reicht von anthrazit- bis grausilbrig, teilweise grünlichen, bläulichen oder sogar rötlichen Farbnuancen. Schiefer eignet sich auch im Bad für Bodenfliesen und Treppen.
Granit eignet sich für Fliesen, Platten und Treppen. Granit ist ein so genanntes Tiefengestein, das durch das Erstarren von flüssiger Magma enstanden ist. Es ist sehr hart und strapazierfähig. Von fast weiß über hellgrau bis dunkelgrau reicht die Farbpalette, die durch zahlreiche Rot-, Gelb- und Blautöne ergänzt wird.


