Hans Schramm aktuell
Verantwortung für Wasser
An der Dringlichkeit der globalen Herausforderung herrscht kein Zweifel: Rasantes Bevölkerungswachstum, steigender Lebensstandard und zunehmende Verschmutzung machten und machen Wasser in vielen Ländern zu einem immer knapperen Gut. Gerade einmal 0,3 % der weltweit insgesamt auf rund 1,4 Milliarden Kubikmeter geschätzten Wasservorräte sind Berechnungen zufolge für die Trinkwassergewinnung direkt nutzbar. Bei einem seit 1950 versechsfachten Wasserverbrauch verfügen heute 1,2 Milliarden Menschen und damit etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung nicht über sauberes Trinkwasser. Außerdem fehlt es 2,5 Milliarden Personen an sanitären Einrichtungen.
Elementares Thema mit \"hoher Brisanz\"
Deshalb ist der ebenso schonende wie intelligente Umgang mit der elementaren Ressource nach Meinung von Wolfgang Burchard eine „entscheidende Priorität mit hoher Brisanz“. Verantwortliches Handeln lässt sich aber, betont der Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Armaturen und des IndustrieForum Sanitär (IFS), weder durch „eindimensionale Betrachtungen“ noch durch „undifferenzierte Verallgemeinerungen“ erreichen. So sei der Ruf nach globalen Einheitslösungen realitätsfremd. Auch die Verengung des komplexen Themas auf den reinen Wasserspar-Aspekt greife viel zu kurz. Stattdessen komme es auf nachhaltige Strategien an, die stets aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Elementen gleichermaßen resultierten.
Signal für "gelebte Verantwortung"
Unter dem Titel „Blue Responsibility“ wollen 27 deutsche Markenproduzenten auf ihre „ganzheitliche technologische Wasserkompetenz“ hinweisen. Zehn Kernbotschaften greifen exemplarische Themen aus den „drei Nachhaltigkeitssäulen“ Ökologie, Ökonomie und Soziale Kompetenz auf.
Wussten Sie schon:
- Oberflächenveredelte Badkeramik reduziert den Pflegeaufwand erheblich und erspart den Einsatz aggressiver Reinigungsmittel.
- Innovative Strahlregler-Technologie in Sanitärarmaturen kann den Wasserverbrauch ohne Komfortverlust um bis zu 60 Prozent reduzieren.
- Generationsübergreifende Badkonzepte und anspruchsvolles Design sind kein Widerspruch.
- Der Wasserverbrauch in deutschen Haushalten sank von 1990 bis 2007 dank innovativer Sanitärtechnik um 15,6 Prozent.
- Montagefreundliche Installationssysteme verbessern die Perspektiven vieler, die heute noch auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser warten.
- Die Werkstoffauswahl hat entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer einer Trinkwasserinstallation.
- Elektronisch und temperaturgesteuerte Sanitärarmaturen senken den Wasser- und Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent.
- Trinkwasserhygiene ist planbar. Entscheidend dabei ist die richtige Auswahl der Komponenten und die fachgerechte Ausführung der Trinkwasserinstallation.


