Trinkwasser auf dem Weg zum Luxusartikel

Die Trinkwasserreserven der Erde verknappen sich zusehends, und ein Ende dieser Entwicklung scheint nicht in Sicht. Weil Trinkwasser aber ebenso lebensnotwendig wie unersetzlich ist, könnte es daher eines Tages zum begehrtesten aller Luxusartikel werden. Höchste Zeit also, mit den noch vorhandenen Ressourcen sorgsam umzugehen und auch in Privathaushalten eine verantwortungsvolle „Wasserwirtschaft“ zu betreiben.

Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hat mittels einer neuen forsa-Umfrage recherchiert, wieweit rund 61 Millionen Bundesbürger sich der Notwendigkeit bewusst sind, Trinkwasser mit Bedacht zu verwenden. Die repräsentativen Ergebnisse verblüffen: Obgleich die Vereinten Nationen das Jahr 2008 aus Sorge um das schwindende Trinkwasser weltweit zum „Year of Sanitation“ erklärten, zeigen sich deutsche Verbraucher eher unbeeindruckt und uninformiert. Ganze 7 Prozent waren in der Lage, den eigenen Wasserkonsum pro Kopf und Tag mit „bis zu 125 Litern“ korrekt einzuschätzen. Die große Mehrheit hingegen hielt den persönlichen Bedarf für viel geringer, als er tatsächlich ist, und wusste wenig über sinnvolle Einsparmöglichkeiten.

„Bedenklich“ findet Jens J. Wischmann zudem, dass nur jeder fünfte Deutsche die Qualität seines Trinkwassers jemals hat prüfen lassen und die meisten der Befragten auch in Zukunft keine Kontrolle planen. „Über die gesundheitlichen Risiken durch verunreinigtes Trinkwasser ist kaum etwas bekannt“, konstatiert der VDS-Geschäftsführer. Denn obwohl sauberes Trinkwasser ins Haus hineinfließt, kommt es aus der Entnahmestelle, dem „Wasserhahn“, nicht automatisch wieder sauber heraus. Sowohl das Material als auch der Zustand der haus- bzw. wohnungseigenen Installationen wie Rohrleitungen und Armaturen beeinflussen seine Beschaffenheit entscheidend. Gleiches gilt für die jeweiligen Nutzungsgewohnheiten der Verbraucher.

Die VDS als Dachverband der Sanitärbranche rät daher, das häusliche Trinkwassersystem unbedingt von einem Fachbetrieb für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) entwerfen und erstellen zu lassen. Darüber hinaus nähmen die Profis vorhandene Anlagen genau unter die Lupe, sanierten zuverlässig und technisch funktional und erläuterten den ökonomisch wie hygienisch optimalen Umgang mit Trinkwasser.

Links: Irrtum - Bei der Einschätzung ihres eigenen Wasserkonsums pro Kopf und Tag liegen die meisten Deutschen ab 18 Jahre kräftig daneben. Gerade einmal 7 % geben mit "bis 125 Liter" den korrekten Wert an. Insgesamt 71 % halten sich dagegen nach einer aktuellen forsa-Studie völlig zu Unrecht für (erheblich) sparsamer. Auch dieses Resultat wertet die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) als Beweis für die Priorität einer professionellen Verbraucherberatung.

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Hans Schramm aktuell

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